Glaubenskurs Alpha ab dem 12.09.2021

Jeder Mensch hat Fragen. Und jeder Mensch sollte die Möglichkeit bekommen diese Fragen zu stellen, seine Meinung zu sagen und den Glauben zu entdecken. Also sein persönliches Abenteuer zu erleben. Dafür gibt es Alpha.

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Eucharistische 
Anbetung

An jedem Donnerstag setzen wir um 19:00 Uhr das Allerheiligste in unserer Pfarrkirche aus. Sie sind eingeladen, anzubeten und Ihre Bitten für sich selbst, Ihre Familien, Ihre Gemeinden, die Kirche und die ganze Welt vor Gott zu tragen oder einfach in Stille vor dem Herrn zu verweilen.

Zur Anbetung ist keine Anmeldung erforderlich. Bringen Sie einen Zettel mit Ihrem Namen und Ihrer Telefonnummer mit, den Sie am Eingang zur Kirche in ein bereitgestelltes Kästchen werfen. Bitte bringen Sie auch einen Mund-Nasen-Schutz mit.

Liveübertragungen von Gottesdiensten im Internet

Wir übertragen die Sonntagsgottesdienste und weitere ausgewählte Gottesdienste im Livestream. Sie sind eingeladen die Gottesdienste am PC, Laptop oder Smartphone mitzufeiern.

Nächste Übertragung aus der Pfarrkirche Heilige Engel:
Sonntag, 19.09.2021 | 11:00 Uhr | Gemeindegottesdienst

Direkter Link zum Gottesdienst  

LINK zum Youtube-Kanal Heilige Engel

Überweisung statt Klingelbeutel

Liebe Gemeindemitglieder und Kirchenbesucher, zurzeit sind die Gemeinde-Gottesdienste in unseren Kirchen nur eingeschränkt möglich. Dies wirkt sich auch auf überpfarrliche Kollekten und Gemeindekollekten aus, auf die unsere Gemeindehaushalte angewiesen sind.

Kollektenplan und Kontoverbindung

  • 19. September Gemeindekollekte
  • 26. September Diasporaopfer II/2021
  • 03. Oktober Caritaskollekte
  • 10. Oktober Gemeindekollekte
  • 17. Oktober Gemeindekollekte
  • 24. Oktober Missio-Kollekte
  • 31. Oktober Gemeindekollekte
  • 02. November Renovabiskollekte
  • 04. November Gemeindekollekte
  • 14. November Gemeindekollekte
  • 21. November Diaspora-Kollekte
  • 28. November Gemeindekollekte

Bitte spenden Sie Ihre Kollekte auf das Konto unserer Pfarrgemeinde:

  • DE48 2505 0180 0000 3729 78
  • Sparkasse Hannover

Herzlichen Dank!

Wenn Sie eine Spendenbescheinigung wünschen, geben Sie bitte ihre Anschrift bei der Überweisung an.

Immer gut informiert!

Damit Sie stets auf dem Laufenden und immer gut informiert sind, gibt es den "NEWSLETTER Heilige Engel"!

Er erscheint in unregelmäßigen Abständen und kommt per E-Mail zu Ihnen.

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Gottesdienstbesuch online buchen!

Ab sofort ist es möglich, dass Sie sich auch online für unsere Gottesdienste anmelden können. Dazu gibt es unser neues Buchungsportal im Internet.

Mit diesem zusätzlichen Service möchten wir ihnen die Anmeldung erleichtern und zugleich unsere Pfarrsekretärin etwas entlasten. Anmeldungen über das Pfarrbüro sind natürlich auch weiterhin möglich.

Link zum Heilige-Engel-Buchungsportal

Sonntagsimpuls

25. Sonntag im Jahreskreis | 19. September 2021

Solange wir im Gottesdienst nur Zuschauer und Zuhörer sind (wie beim Fernsehen), geschieht mit uns nichts, und wir verstehen den Weg Jesu nicht. Er wartet darauf, dass wir mitgehen, mittragen, mitleiden. Dann beginnen wir ihn zu verstehen.t.

Tagesgebet

Heiliger Gott, du hast uns das Gebot der Liebe zu dir und zu unserem Nächsten aufgetragen als die Erfüllung des ganzen Gesetzes. Gib uns die Kraft, dieses Gebot treu zu befolgen, damit wir das ewige Leben erlangen. Darum bitten wir durch Jesus Christus.

Erste Lesung

Lesung aus dem Buch der Weisheit

Die Frevler tauschen ihre verkehrten Gedanken aus und sagen: Lasst uns dem Gerechten auflauern! Er ist uns unbequem und steht unserem Tun im Weg. Er wirft uns Vergehen gegen das Gesetz vor und beschuldigt uns des Verrats an unserer Erziehung. Wir wollen sehen, ob seine Worte wahr sind, und prüfen, wie es mit ihm ausgeht. Ist der Gerechte wirklich Sohn Gottes, dann nimmt sich Gott seiner an und entreißt ihn der Hand seiner Gegner. Durch Erniedrigung und Folter wollen wir ihn prüfen, um seinen Gleichmut kennenzulernen und seine Widerstandskraft auf die Probe zu stellen. Zu einem ehrlosen Tod wollen wir ihn verurteilen; er behauptet ja, es werde ihm Hilfe gewährt.

 

Antwortpsalm

Ps 54 (53), 3–4.5–6.8–9 (Kv: 6)

Kv Gott ist mir Helfer, der Herr ist unter denen, die mein Leben stützen. – Kv

 

Gott, durch deinen Namen rette mich, *
verschaff mir Recht mit deiner Kraft!

Gott, höre mein Bittgebet, *
vernimm die Worte meines Mundes! – (Kv)

Denn fremde Menschen standen auf gegen mich, /
Gewalttätige trachteten mir nach dem Leben, *
sie stellten sich Gott nicht vor Augen.

Siehe, Gott ist mir Helfer, *
der Herr ist unter denen, die mein Leben stützen. – (Kv)

Bereitwillig will ich dir opfern, *
will deinem Namen danken, Herr, denn er ist gut.

Denn er hat mich herausgerissen aus all meiner Not, *
mein Auge schaut herab auf meine Feinde. – Kv

 

Zweite Lesung

Lesung aus dem Jakobusbrief

Schwestern und Brüder! Wo Eifersucht und Streit herrschen, da gibt es Unordnung und böse Taten jeder Art. Doch die Weisheit von oben ist erstens heilig, sodann friedfertig, freundlich, gehorsam, reich an Erbarmen und guten Früchten, sie ist unparteiisch, sie heuchelt nicht. Die Frucht der Gerechtigkeit wird in Frieden für die gesät, die Frieden schaffen. Woher kommen Kriege bei euch, woher Streitigkeiten? Etwa nicht von den Leidenschaften, die in euren Gliedern streiten? Ihr begehrt und erhaltet doch nichts. Ihr mordet und seid eifersüchtig und könnt dennoch nichts erreichen. Ihr streitet und führt Krieg. Ihr erhaltet nichts, weil ihr nicht bittet. Ihr bittet und empfangt doch nichts, weil ihr in böser Absicht bittet, um es in euren Leidenschaften zu verschwenden.

Evangelium

Aus dem heiligen Evangelium nach Markus

In jener Zeit zogen Jesus und seine Jünger durch Galiläa. Jesus wollte aber nicht, dass jemand davon erfuhr; denn er belehrte seine Jünger und sagte zu ihnen: Der Menschensohn wird in die Hände von Menschen ausgeliefert und sie werden ihn töten; doch drei Tage nach seinem Tod wird er auferstehen. Aber sie verstanden das Wort nicht, fürchteten sich jedoch, ihn zu fragen. Sie kamen nach Kafárnaum. Als er dann im Haus war, fragte er sie: Worüber habt ihr auf dem Weg gesprochen? Sie schwiegen, denn sie hatten auf dem Weg miteinander darüber gesprochen, wer der Größte sei. Da setzte er sich, rief die Zwölf und sagte zu ihnen: Wer der Erste sein will, soll der Letzte von allen und der Diener aller sein. Und er stellte ein Kind in ihre Mitte, nahm es in seine Arme und sagte zu ihnen: Wer ein solches Kind in meinem Namen aufnimmt, der nimmt mich auf; und wer mich aufnimmt, der nimmt nicht nur mich auf, sondern den, der mich gesandt hat.

Predigt von Pastor Harmening

Liebe Schwestern und Brüder!

Ich habe mal in der Autobiographie des Schauspielers Alec Guinness gelesen, wie er auf den Gedanken kam, als Erwachsener katholisch zu werden. Meine Erinnerung ist in etwa so. Der Schauspieler war bei Dreharbeiten in Frankreich. Und er spielte eben dort die Rolle eines katholischen Priesters. Und bei einer langen Drehpause ging er weg und übers Feld hin zu einem Dorf. Und als er da hineingeht ins Dorf, immer noch in der Kleidung seiner Rolle des Priesters, so mit dieser langen Soutane, die man damals trug, da kam ein kleines Kind von der Seite her angelaufen und fasste ihn an der Hand. Und bis zur Dorfmitte hin begleitete ihn das Kind, erzählte und lachte. Alec Guinness verstand kein Wort von dem Französisch des Kindes und konnte auch selbst nichts zu dem Kind sagen. Aber das Kind wirkte sehr glücklich, erzählte eben viel und ließ ihn dann einfach wieder los und verschwand. Und Alec Guinness überlegte: Wenn in einer Konfession ein Kind einem wildfremden Geistlichen soviel Freude und Vertrauen entgegenbringt, einfach weil es diese Kleidung erkennt, dann muss da doch irgendetwas ganz besonderes an dieser Art des Glaubens sein. Etwas besonders Gutes. Und so begann sein Weg, katholisch zu werden. Diese Geschichte macht so recht deutlich den grauenvollen Umfang des Leids, den die Kinder erfahren haben, die von Priestern missbraucht wurden. Die Kinder suchten Vertrauen, oft sogar Hilfe und Schutz, so wie Jesus das heute im Evangelium benennt – aber die Kinder trafen auf Verbrecher.

Das Thema ist leider gerade sehr hochaktuell. In der vergangenen Woche haben in Hildesheim externe Fachleute im Auftrag von Bischof Heiner eine Studie zu sexualisierter Gewalt im Bistum Hildesheim vorgelegt. Hören wir die Worte des Bischofs dazu. Sie sind so auf der Homepage des Bistums abgedruckt. Teile der Begrüßung und der Dankesworte habe ich weggelassen.

„Dank an die Expertengruppe. Sie haben fast drei Jahrzehnte der Geschichte unseres Bistums Hildesheim unter die Lupe genommen, speziell die Amtszeit von Bischof Heinrich Maria Janssen, nämlich die Jahre 1957 bis 1982. Und ganz besonders danke ich den Betroffenen, die sich mit der schmerzhaften Vergangenheit auseinandergesetzt haben. Ihrem Bericht konnte ich entnehmen, mit welcher Flut an Material und Arbeit Sie in den vergangen zwei Jahren konfrontiert waren. Vorgegangen sind Sie interdisziplinär: Historisch, forensisch, kriminologisch und psychologisch waren die Perspektiven, mit denen Sie sich an die Arbeit gemacht haben. Als ich Sie vor gut zwei Jahren mit dem Projekt beauftragte, geschah dies in der Überzeugung, dass die kirchlichen Institutionen das Thema „Sexualisierte Gewalt“ nicht allein untersuchen, aufarbeiten und aufklären können. Wir benötigen dafür umfangreiche Hilfe von außen.

Beim ersten Durchlesen des Berichtes stand mir vor Augen, welch unsägliches Leid, welche Schmerzen und Qualen Menschen, vor allem jungen Menschen, durch unsere Kirche zugefügt wurden. Betroffene kamen in der damaligen Perspektive der Bistumsleitung nicht vor. Vor allem Kinder und Jugendliche, aber auch Erwachsene wurden Opfer körperlicher, sexualisierter, psychischer und geistlicher Gewalt. Die geschädigten Menschen wurden allein gelassen. Sie wurden nicht gehört, ihnen wurde nicht geglaubt. Die an ihnen verübten Verbrechen wurden weggeschwiegen. Was aus der Sicht der kirchlichen Institution nicht sein durfte, konnte auch nicht geschehen sein. Selbst in den Familien, den Pfarrgemeinden und im öffentlichen Raum wurde ihnen oft kein Gehör geschenkt. Im Schweigen der Verantwortlichen fanden die Stimmen der Stimmlosen kein Echo.

Dieser Eindruck drängte sich mir beim Lesen auf, wenn der Bericht ein Licht in die kirchliche Heimerziehung der fünfziger, sechziger und siebziger Jahre wirft, die zum Teil noch die schwarze Pädagogik der nationalsozialistischen Ideologie verkörperte, wenn der Bericht die Arbeit in den Pfarrhäusern und Pfarreien untersucht oder das penetrante Eindringen in die Psyche junger Menschen bei der damaligen Beichtpraxis beschreibt. Ich erlaube mir, heute nur einen Punkt herauszugreifen, den mir der Bericht besonders deutlich aufgezeigt hat. Den jungen Menschen in den Heimen oder Pfarreien, die diese Gewalt erleiden mussten, wurde unausgesprochen vermittelt: „Ich habe alle Macht über Dich. Ich kann mit Dir tun, was ich will. Dir wird sowieso nicht geglaubt. Du hast keinen Wert.“ Für mich ist das teuflisch.

Ihr Bericht legt dar, wie die Geschädigten Opfer einer kirchlichen Sexuallehre wurden, deren Fundament auf einer negativen Sicht von Sexualität fußt. Nach dieser Lehre sind Erotik und Sexualität grundsätzlich schlecht und verwerflich, ihr ausschließlicher Sinn zielt auf Zeugung von Kindern. Diese Sexuallehre wurde in der Zeit nach dem Zweiten Weltkrieg grundsätzlich nicht hinterfragt, weder in der Bistumsleitung noch in der Ausbildung der Priester, noch an den theologischen Hochschulen in Deutschland. Ausnahmen gab es zwar schon, aber auch diese wurden nicht gehört. Den Umgang mit den Tätern beschreibt die vorliegende Untersuchung als maßlos schonend. In den Erziehungsheimen, vor allem im Bernwardshof, war das Feld der Täter komplex. Die Untersuchung zeigt, wie sich dort Priester, andere Erzieher und Erzieherinnen und ältere Jugendliche an den Jüngeren vergriffen haben und ihnen schwere körperliche und sexuelle Gewalt zugefügten. Diese Unkultur war bekannt, doch niemand tat etwas dagegen. Nach dem Bericht wusste die damalige Bistumsleitung davon, auch Bischof Heinrich Maria Janssen sei nicht eingeschritten. Mehr noch. Der Bericht zeigt auf, wie die damalige Bistumsleitung bei diesen in den Heimen verübten Verbrechen, aber auch bei denen, die in den Pfarrhäusern und Pfarreien geschahen, wegschaute. Es ging vor allem um den Schutz der Institution und der Priester. Die Geschädigten tauchten nicht auf. Priester als Täter wurden verschont. Angesichts der besagten Verbrechen wurden die Priester weder mit kirchlichen Strafen belegt noch weltlichen Gerichten übergeben. Vielmehr wurden sie an andere Orte versetzt, ohne die Bistumsleitung, die Gemeinden und die Verantwortlichen über die Hintergründe zu informieren. Zur Praxis gehörte es auch, die sogenannten problematischen Priester in andere deutsche Bistümer zu versetzen, ja, sie wurden sogar nach Lateinamerika geschickt, um sie der staatlichen Strafverfolgung zu entziehen. Das ist entsetzlich. Ganz zu schweigen von den Personalakten der Priester, die nicht nur unprofessionell geführt, sondern in Fällen vorliegender Vergehen und Verbrechen oft manipuliert wurden. Die vorliegende Untersuchung offenbart die völlige Verklärung eines bestimmten Priesterbildes. Offensichtlich war das geistliche Amt derartig überhöht, dass die Amtsträger wie in einem unberührbaren Schutzraum lebten, ohne nachhaltige Kontrolle, klare Begrenzung und wirksame Gegenmacht. Der Bericht konfrontiert mich und uns im Bistum mit einem Systemversagen, mit Mängeln in der Leitung, der Personalführung, der theologischen Reflexion und der Zusammenarbeit mit einem Rechtsstaat.

Was folgt daraus? Welche Konsequenzen werden wir heute im Bistum daraus ziehen? Wir werden jetzt den Bericht mit seinen Empfehlungen studieren und auswerten. Nach meinem ersten Lesen lassen sich heute aus meiner Sicht gewisse Konturen erster Konsequenzen aufzeigen. Wir müssen sicherstellen, dass den Menschen in unserem Bistum kein Leid zugefügt wird. Pfarreien, Kindergärten, Schulen, Krankenhäuser, Altenheime und Pflegeeinrichtungen, Verwaltungen, überhaupt alle Orte, in denen sich in unseren Einrichtungen Menschen begegnen, müssen sicher sein. Es braucht die konsequente Weiterentwicklung von Schutzkonzepten, von Präventions- und Interventionsarbeit. Diese Arbeit muss Qualitätsstandards haben, die regelmäßig evaluiert werden. Qualitätsstandards und Evaluation sind ebenfalls nötig für eine neue Personalaktenführung. Hier haben wir in den letzten Monaten schon die ersten Schritte unternommen. Grundsätzlich braucht es in der Kirche eine Zusammenarbeit mit staatlichen Behörden. Im Falle eines Vergehens oder Verbrechens ist für uns heute die Zusammenarbeit mit der Staatsanwaltschaft selbstverständlich. Was das systemische Versagen betrifft, so kommt die katholische Kirche an einer umfangreichen Reform der Sexuallehre nicht vorbei. Es darf nicht sein, dass sich die Geschichte wiederholt, dass Geschädigte sexueller Gewalt aufgrund einer leibfeindlichen Sexualerziehung keine Worte finden, um über das ihnen angetane Unrecht zu erzählen. Auch von daher ist es gut, dass wir in der katholischen Kirche in Deutschland auf dem Synodalen Weg sind. Zudem bedarf es in der theologischen und universitären Reflexion Zeit und Raum, um zu prüfen, welche Bilder von Kirche und Priester und welches Verständnis von Sünde mit dazu beigetragen haben, dass sich in unserer Kirche Verbrechen ereignen konnten, die das Evangelium Jesu Christi verraten haben.

Zu den Konsequenzen wäre noch viel zu sagen. Hier brauchen wir auch in Hildesheim noch mehr Zeit für eine gründliche Beschäftigung mit diesem Bericht, und wir werden Formate finden, um die Öffentlichkeit in aller Transparenz zu informieren. Ich bin sehr dankbar, dass wir im Bistum Hildesheim einen regelmäßigen Austausch mit der von Herrn Windel initiierten Betroffenen-Initiative führen. Die Betroffenen geben uns wichtige Impulse, wie Aufarbeitung und Aufklärung stattfinden muss.

Für heute danke ich Ihnen, den Expertinnen und Experten für die vorgelegte Untersuchung. Dankbar bin ich allen, die im Rahmen dieses Projektes ihr Wissen geteilt und mit der Expertengruppe zusammengearbeitet haben, insbesondere den aktiven und ehemaligen Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern.“

Soweit die Worte des Bischofs.

Hoffen wir, dass für Kinder in Zukunft in der Kirche so viel Gutes geschieht, dass die Worte unseres heutigen Evangeliums wirklich Geltung haben:

Und er stellte ein Kind in ihre Mitte, nahm es in seine Arme und sagte zu ihnen: Wer ein solches Kind in meinem Namen aufnimmt, der nimmt mich auf; und wer mich aufnimmt, der nimmt nicht nur mich auf, sondern den, der mich gesandt hat.

Amen.

Übrigens...

Hier finden Sie im wöchentlichen Wechsel Impulsworte der Seelsorgerinnen und Seelsorger unseres Pastoralteams

...bin ich gerne zur Schule gegangen. Auch wenn mich neue Unterrichtsstoffe und manche Lehrer bisweilen an den Rand der Verzweiflung trieben, habe ich doch gerne gelernt. Es gibt Gedichte, die kann ich heute noch, z. B. „Herr von Ribbeck“. Natürlich gab es auch Aufgaben, deren Bedeutung für den Alltag ich bis heute nicht verstanden habe. Kurvendiskussionen in Mathe gehörten unter anderem dazu. Mindestens genauso wichtig wie die Unterrichtsstunden fand ich die Pausen. Dann traf ich mich mit den anderen Schülern auf dem Pausenhof. Wir spielten miteinander und teilten unsere Pausenbrote. Besonders aufregend war die Zeit, als wir uns hinter einer Hecke trafen und miteinander die ersten Zigaretten rauchten. In die Raucherecke durften wir noch nicht. Dafür waren wir noch zu jung. Also suchten wir uns ein stilles Plätzchen außerhalb des Schulgeländes. Der Duderstädter Wall mit seinem dichten Bewuchs bot dafür ausreichend Gelegenheit, bis uns der durchdringende Klang des Pausengongs wieder in das Klassenzimmer zurückrief.

Seit der Übertragung unseres Sonntagsgottesdienstes aus der Kirche Zu den heiligen Engeln im NDR habe ich nun ein neues Verständnis von Pausen gewonnen. Im Hörfunk werden Pausen, die entstehen, weil der Priester beispielsweise eine Kniebeuge am Altar macht, bei der nichts zu hören ist, als Löcher betrachtet. Löcher, sprich: Pausen, darf es also nicht geben. Im Radio muss ständig etwas zu hören sein. Die beiden Messdiener mussten deshalb lernen, solange zu klingeln, bis der Pfarrer hinter dem Altar wieder auftaucht und weiterbetet. Genauso mussten die Lektoren startbereit stehen, so wie der Chor - selbstverständlich pausenlos - seinen nächsten Einsatz erwartete.

In meiner Kindheit gab es im Radio noch Pausenzeichen, wenn bei den Sendern die Kabel umgesteckt werden mussten. Und im Fernsehen sahen wir regelmäßig tonlose Bildtafeln mit dem Schriftzug „Wir schalten um.“ Die sind wahrscheinlich jetzt in den dickbauchigen Höhlen der Senderarchive verschwunden. Schon bald werden sich junge Mitarbeitende Gedanken machen, was wohl diese Tafeln früher zu bedeuten hatten. Ob sie für diese Frage Zeit haben werden? Vielleicht sogar in einer Pause?

Thomas Kellner, Pfarrer

Pfarrer Thomas Kellner

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