Eucharistische 
Anbetung

Jeden Donnerstag in der Zeit von 19:00 bis 20:00 Uhr haben Sie in unserer Pfarrkirche die Gelegenheit, „Vis a Vis“ vor dem Herrn zu verweilen. Wir setzen das Allerheiligste aus, und Sie sind eingeladen, einfach da zu sein, zur Ruhe zu kommen und Ihre Bitten für sich selbst, Ihre Familien, unsere Gemeinden, die Kirche und die ganze Welt vor Gott zu tragen.

Weitere Informationen

 

Füreinander beten

Wer für seine Gebetsanliegen in unserer Gemeinde Unterstützung sucht, der kann sie finden in unserem Gebetskreis, der für andere mitbeten will.

Schreiben Sie Ihr Gebetsanliegen auf und werfen Sie es ein in den Kasten in der Wand im Vorraum der Kirche linker Hand oder schreiben Sie an gebetsanliegen(ät)heilige-engel.de und Sie dürfen wissen: andere Menschen beten mit Ihnen. „Als Jesus ihren Glauben sah …“

60 Jahre Heilige Engel

Kirchweihfest vom 23. bis 25. August 2024

Wir feiern das 60. Kirchweihjubiläum unserer Kirche und damit auch den 60. Geburtstag unserer Gemeinde mit einem großen Kirchweihfest.  Die Vorbereitungen dazu sind in vollem Gange und nun steht auch das Festprogramm fest.

Zum Programm

Um dieses Fest durchführen zu können, brauchen wir Helferinnen und Helfer, die durch ihr Engagement dafür sorgen, dass wir und unsere Gäste ein wunderbares Kirchweihfest erleben können. Die Art der möglichen Unterstützung ist dabei vielfältig. Viele kleine und größere Aufgaben gibt es zu vergeben. Suchen Sie sich eine Aufgabe aus, die Sie gerne übernehmen möchten, um zum Gelingen des Festes beizutragen. Vielen Dank!

Zu den Aufgaben

Sommerliches Grußwort von Pfarrer Thomas Kellner

Liebe Schwestern und Brüder im Pastoralbereich Hannover-Süd,

dieses Grußwort erreicht Sie zu einer Jahreszeit, die uns den Klimawandel und seine Auswirkungen wieder sehr bewusst machen. Nicht nur in der heißen Jahreszeit laufen heiße Debatten um die Wirksamkeit der bisherigen und angezielten Maßnahmen, die die Erderwärmung eindämmen sollen. Das Thema brennt förmlich unter den Nägeln.

Vielen von uns ist die Sorge um die Natur und deren Bewahrung ein Herzensanliegen und sehr bewusst. Urban Gardening, die gärtnerische Nutzung von Flächen im Raum der Städte, liegt im Trend. Es zeigt ein Grundbedürfnis, selbst im naturärmeren Raum Natur in das eigene Umfeld zu bringen, mitunter zur Verbesserung des Klimas.

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Gärten erschaffen immer auch eine eigene Welt. In der ehemaligen DDR war der Kleingarten die eigene etwas heile Welt inmitten eines geschlossenen und repressiven politischen Systems von engen Grenzen. Innerhalb dieser engen Grenzen hatte der Garten etwas Befreiendes. Aus dem Wortumfeld der Begrenzung leitet sich auch das Wort Garten ab. Es kommt aus dem Hebräischen, vom Wort gan, das von gnn, dem Wort für beschützen bzw. hegen, abgeleitet wird. Das Wort Garten ist sprachlich verwandt mit Grenze und der Umwallung. Park, hebräisch pardes, meint einen von Mauern begrenzten Garten. So haben der Garten und der Park stets zwei Momente. Das Moment der Natur und das Moment der menschengemachten Grenze, ein Stück begrenzter Natur, die der Zierde und dem konkreten Nutzen durch den Anbau von Obst und Gemüse dienen.

Die jenseitige Sehnsucht nach einem Paradies entbindet die Menschen allerdings nicht von ihren diesseitigen Pflichten zur Bewahrung der Schöpfung. Ganz jenseits dieser theologischen Deutungen des Gartens als Ort tragen heute Gärten selbst im Mikrokosmos von Wohnhäusern zu besserem Klima und einer Abkühlung der Städte bei. Sie sind damit auch Zeichen der Sorge um das eigene Haus der Erde bzw. der Schöpfung. Dieses Bild des gemeinsamen Hauses greift Papst Franziskus in seiner zweiten Enzyklika „‚Laudato si‘

auf. Franziskus widmet sich der Notwendigkeit des verantwortlichen Umgangs mit der Schöpfung und sieht die ökologischen Fragen des Klimaschutzes und der Nachhaltigkeit und die sozialen Fragen und damit die Bekämpfung der Armut als zwei Seiten der einen Medaille, die man nicht voneinander trennen kann.

Im Titel der Enzyklika greift er die sehr bekannte Wendung aus dem Sonnengesang des Franz von Assisi auf, der das Lob der Geschöpfe auf den Schöpfer besingt. Die Verantwortung für die Schöpfung ist zwar auch ein genuin christliches Thema. Papst Franziskus wendet sich mit seinem Schreiben aber bewusst an alle Menschen und erinnert an die gemeinsame Verantwortung, die Schöpfung zu bewahren und verantwortungsvoll mit ihr umzugehen.

Unser Engagement für die Bewahrung der Schöpfung im Pastoralbereich Hannover-Süd trägt dazu bei, dass sich auch kommende Generationen auf den Sommer freuen können, als Zeit der Erholung und des Genießens.

Eine schöne Sommerzeit!

Ihr Pfarrer

Thomas Kellner

Liveübertragungen von Gottesdiensten

Wir übertragen die Sonntagsgottesdienste und weitere ausgewählte Gottesdienste im Livestream. Sie sind eingeladen die Gottesdienste am PC, Laptop oder Smartphone mitzufeiern.

Nächste Übertragung aus der Pfarrkirche Heilige Engel
Sonntag, 14.07.2024 | 11:00 Uhr | Gemeindemesse

Direkter Link zum Gottesdienst

 LINK zum Youtube-Kanal Heilige Engel

Die nächsten Gottesdienste

Sonntag
14.07.2024
15. SONNTAG IM JAHRESKREIS

11:00 Uhr

Gemeindemesse

Pfarrkirche Zu den heiligen Engeln

Mittwoch
17.07.2024
15. Woche im Jahreskreis

15:00 Uhr

Rosenkranzgebet

Pfarrkirche Zu den heiligen Engeln

15:30 Uhr

Heilige Messe

Pfarrkirche Zu den heiligen Engeln

17:00 Uhr

Heilige Messe

Seniorenheim Am Gutspark

Übrigens...

Hier finden Sie im wöchentlichen Wechsel Impulsworte der Seelsorgerinnen und Seelsorger unseres Pastoralteams

Übrigens schaffe ich es seit ungefähr drei Monaten, mich wieder regelmäßig auf mein Fahrrad zu setzen und meine Runden um den Maschsee zu drehen. Anfänglich 3 Runden, inzwischen 5 Runden. Jeden Tag, mit Helm und ohne elektrischen Antrieb. Es tut mir gut, glaube ich,  und manchmal merke ich, wie die Gedanken frei werden. Erst einmal mein Vorsatz: Ich fahre heute defensiv und rücksichtsvoll, nicht die Geschwindigkeit zählt, sondern sicher wieder zu Hause ankommen. Die erste Runde ist das Überdenken meines Morgengebetes. Habe ich meinem Gott alles gesagt? Wen habe ich vergessen und welche Bitten habe ich noch an ihn? Wofür muss ich nun doch einmal danke sagen?Was liegt heute noch an, was will ich schaffen? 15 Minuten, dann ist diese erste Runde erledigt. Jetzt weiß ich, woher der Wind weht und wann mich der Gegenwind ärgert und ich kräftiger in die Pedalen treten muss. Die zweite Runde beginnt und nach so vielen Erfahrungen mit dieser Strecke ist mir Vieles vertraut.

Achtung! Das Entenpaar mit seinen Jungen überquert hier den Radweg,  ohne nach links und rechts zu schauen. Bei den Gänsen sind es die Eltern, die ihre Jungen beschützend über den Radweg führen. Sie bleiben stehen und mit langem Hals, drohendem Schnabel und zischendem Geräusch warnen sie mich. Die Biber haben wieder einen Baum gefunden, den sie im See als Baumaterial verwenden wollen. Keilförmig ist der Stamm rundherum abgeknabbert. Ob er morgen schon fällt?  Das Eichhörnchen spielt mit mir. Läuft auf den halben Radweg, bleibt stehen, beobachtet mich und entscheidet im letzten Augenblick, ob es nach links oder rechte weiterläuft.

Ja, die Eisverkäufer sind auch schon da und der kleine Wagen mit dem Cappuccino auch. Die Infosäule am Nordufer zeigt an, dass ich heute Morgen der 233. Radler bin, der hier vorbeikommt.

 

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Am Südufer geht es hinein in die 3. Runde. Aus dem Fitnessstudio schallt laute Musik und Anfeuerungsrufe. Manchmal bilde ich mir ein, dass sie mir gelten. Ich begegne vielen anderen Menschen, selten jemanden, den ich persönlich kenne. Junge Menschen und älter gewordene Männer und Frauen. Zu Fuß, mit Rollen unter den Füßen, auf den Fahrrädern.

Einfache Räder, Rennräder, schnelle, elektrisch unterstütze Räder. Jogger, schnell und eher langsam, oft mit einem Knopf im Ohr, fast immer allein, für sich. Wenn ich Glück habe, dann kommen mir die Fußballer von Hannover 96 im Mannschaftsverband entgegen. Mir begegnen Menschen, die ich bewundere.  Der alte Mann in seinem immer weißen T-Shirt, bedächtig gehend und täglich seine Runde drehend. Die Frau, die mit ihrem Rollator tippelnd einmal um den Maschsee geht. Der junge Mann mit seinem schiefen Rücken; ein wohl taubstummes Paar, das sich mit Gebärden zeigt, ob es schneller oder langsamer werden soll.

Die Gruppe, die mit den angeleinten Hunden da ist und in einer Hundeschulung geführt wird. Die Mütter, die mit Kinderwagen gemeinsam unterwegs sind und ihre Erfahrungen austauschen. Der Mann mit den verfilzten Haaren und dem langen Bart, mit dem alten Rad und den vielen bunten Tüten. Der in jeden Mülleimer schaut und die Pfandflaschen zusammen sammelt. Die, die ich klönend an der immer gleichen Stelle in meiner Runde 2, 3 und 4 wiedersehe. Wie kann man sich so viele Dinge zu erzählen haben?

Schulklassen, Kindergartengruppen, die Zeugen Jehovas mit einem Plakat und auf dem See sind der Maschsee Dampfer, der Ruderachter und das Drachenboot unterwegs. „2,3,4,5,6 ….“, schalt es an das Ufer. Der Mann, der liebevoll den Baum umarmt, ihn umspielt und mit ihm spricht. Der dabei auf einem Bein stehend, das andere Bein im 90-Grad-Winkel ausstreckt und den ausgestreckten Fuß mit beiden Händen berührt.

Das Liebespaar auf der Schaukel am See, kurz vor dem Paddelklub. Ich bewundere all diese Menschen. Sie sind unterwegs, sie tun etwas. Etwas für sich. Jeder und jede in seiner Weise, so wie es geht. Die einen viel zu schnell –weil sie mich überholen– und die anderen ganz bedächtig, langsam, ausdauernd. Jeder wird in seiner Weise respektiert und angenommen. So geht es hinein in die vierte Runde.

Oh, am Rudolf-von-Bennigsen-Ufer steht, gut versteckt, in der 30er Zone ein Blitzer. Schnell eine Mitteilung bei WhatsApp in die Familiengruppe. An der Löwenbastion komme ich vorbei und es sind Gedanken, die in mir hochkommen. Mit meinen Eltern war ich als Kind hier und mein Vater hat mich auf einen der Löwen gesetzt und mit seiner Voigtländer Kamera ein Bild von mir gemacht. Und schon ärgern mich die Krähen. Sie gehen immer erst in der letzten Sekunde zur Seite.

Doch jetzt fahre ich in der fünften Runde. Ich merke es, trotz guter Polsterung, an einem Körperteil. Noch eine Runde? Nein, heute nicht, morgen wieder und ich freue mich darauf. Ich biege ab, sehe schnell den Kirchturm von St. Bernward und komme gut wieder zu Hause an. Es war schön.

Und wenn meine Frau heute Abend Lust hat, dann drehe ich mit ihr auch noch eine gemütliche Runde um unseren Maschsee.

Übrigens, würde ich mich freuen, wenn ich Sie dort auch einmal treffe. Nur nicht böse sein, wenn ich Sie nicht erkenne oder grüße, ich bin eben in Gedanken und voll konzentriert auf die nächste schöne Begegnung, vielleicht auch wieder einmal mit dem flinken Wiesel, das ich auch schon einmal gesehen habe.

Ihnen wünsche ich für jeden Tag auch eine so gute Erfahrung und Begegnung. Erfreuen Sie sich an dem, was der Moment so beschert.

Liebe Grüße

Gerhard Jonissek, Diakon. 

 

 

 

 

 

Sonntagsimpuls

Sonntag | 14. Juli 2024

Wer sich in der Welt durchsetzen will, braucht Macht; er muss stärker sein als andere. Die Macht hat vielerlei Gestalten: Energie, Geld, Intelligenz, Beziehungen, Organisation, Waffen. Der Jünger Jesu hat aber nicht den Auftrag, sich durchzusetzen, sondern er soll das Wort Gottes weitersagen und Zeuge Gottes sein in dieser Welt; er soll der Kraft Gottes Raum geben in seinem eigenen Leben. Die Menschen werden seinem Wort nur glauben, wenn sie es als gelebte Wahrheit sehen.

Tagesgebet

Gott, du bist unser Ziel,
du zeigst den Irrenden das Licht der Wahrheit
und führst sie auf den rechten Weg zurück.
Gib allen, die sich Christen nennen, die Kraft,
zu meiden, was diesem Namen widerspricht
und zu tun, was unserem Glauben entspricht.
Darum bitten wir durch Jesus Christus.

Erste Lesung

Lesung aus dem Buch Amos

In jenen Tagen
sagte Amázja, der Priester von Bet-El, zu Amos:
Seher, geh, flieh ins Land Juda!
Iss dort dein Brot
und prophezeie dort!
In Bet-El darfst du nicht mehr prophezeien;
denn das hier ist das königliche Heiligtum und der Reichstempel.
Amos antwortete Amázja:
Ich bin kein Prophet und kein Prophetenschüler,
sondern ich bin ein Viehhirte
und veredle Maulbeerfeigen.
Aber der Herr hat mich hinter meiner Herde weggenommen
und zu mir gesagt:
Geh und prophezeie meinem Volk Israel!

Antwortpsalm

Kv Lass uns schauen, o Herr, deine Huld und schenke uns dein Heil! – Kv

Ich will hören, was Gott redet: /
Frieden verkündet der Herr seinem Volk und seinen Frommen, *
sie sollen sich nicht zur Torheit wenden.
Fürwahr, sein Heil ist denen nahe, die ihn fürchten, *
seine Herrlichkeit wohne in unserm Land. – (Kv)

Es begegnen einander Huld und Treue; *
Gerechtigkeit und Friede küssen sich.
Treue sprosst aus der Erde hervor; *
Gerechtigkeit blickt vom Himmel hernieder. – (Kv)

Ja, der Herr gibt Gutes *
und unser Land gibt seinen Ertrag.
Gerechtigkeit geht vor ihm her *
und bahnt den Weg seiner Schritte. – Kv

Zweite Lesung

Lesung aus dem Brief des Apostels Paulus an die Gemeinde in Éphesus

Gepriesen sei Gott,
der Gott und Vater unseres Herrn Jesus Christus.
Er hat uns mit allem Segen seines Geistes gesegnet
durch unsere Gemeinschaft mit Christus im Himmel.
Denn in ihm hat er uns erwählt vor der Grundlegung der Welt,
damit wir heilig und untadelig leben vor ihm.
Er hat uns aus Liebe im Voraus dazu bestimmt,
seine Söhne zu werden durch Jesus Christus
und zu ihm zu gelangen nach seinem gnädigen Willen,
zum Lob seiner herrlichen Gnade.
Er hat sie uns geschenkt in seinem geliebten Sohn.
In ihm haben wir die Erlösung durch sein Blut,
die Vergebung der Sünden nach dem Reichtum seiner Gnade.
Durch sie hat er uns reich beschenkt,
in aller Weisheit und Einsicht,
er hat uns das Geheimnis seines Willens kundgetan,
wie er es gnädig im Voraus bestimmt hat in ihm.
Er hat beschlossen, die Fülle der Zeiten heraufzuführen,
das All in Christus als dem Haupt zusammenzufassen,
was im Himmel und auf Erden ist, in ihm.
11In ihm sind wir auch als Erben vorherbestimmt
nach dem Plan dessen, der alles so bewirkt,
wie er es in seinem Willen beschließt;
wir sind zum Lob seiner Herrlichkeit bestimmt,
die wir schon früher in Christus gehofft haben.
In ihm habt auch ihr das Wort der Wahrheit gehört,
das Evangelium von eurer Rettung;
in ihm habt ihr das Siegel
des verheißenen Heiligen Geistes empfangen,
als ihr zum Glauben kamt.
Der Geist ist der erste Anteil unseres Erbes, hin zur Erlösung,
durch die ihr Gottes Eigentum werdet,
zum Lob seiner Herrlichkeit.

Evangelium

Aus dem heiligen Evangelium nach Markus

In jener Zeit
rief Jesus die Zwölf zu sich
und sandte sie aus,
jeweils zwei zusammen.
Er gab ihnen Vollmacht über die unreinen Geister
und er gebot ihnen,
außer einem Wanderstab nichts auf den Weg mitzunehmen,
kein Brot, keine Vorratstasche, kein Geld im Gürtel,
kein zweites Hemd und an den Füßen nur Sandalen.
Und er sagte zu ihnen: Bleibt in dem Haus, in dem ihr einkehrt,
bis ihr den Ort wieder verlasst!
Wenn man euch aber in einem Ort nicht aufnimmt
und euch nicht hören will,
dann geht weiter
und schüttelt den Staub von euren Füßen, ihnen zum Zeugnis.
Und sie zogen aus
und verkündeten die Umkehr.
Sie trieben viele Dämonen aus
und salbten viele Kranke mit Öl
und heilten sie.

Predigt von Pastor Christoph Harmening

Liebe Schwestern und Brüder!

Die Aussendung der 12 Jünger ist wohl am Ende kein großer Erfolg gewesen. So meinen heutzutage viele in der Bibelwissenschaft. Jesus und seine Jünger hatten wohl versucht, schon ganz früh mit der Verbreitung des Glaubens sozusagen in die Breite zu gehen. Es sollte nicht alles ganz und gar an Jesus hängen bleiben, sondern auch seine Jünger selbst sollten schon zu seinen Lebzeiten den Glauben verkünden.

Doch auch wenn das Evangelium heute einen positiven Ton bewahren will: Es hat wohl nicht so recht geklappt. Zu umfangreich dazu der Ratschlag von Jesus für das Scheitern: „Wenn man euch aber in einem Ort nicht aufnimmt und euch nicht hören will, dann geht weiter, und schüttelt den Staub von euren Füßen, ihnen zum Zeugnis.“ Offenbar hat es doch sehr viele von solchen Orten gegeben. Städte und Bewohner, die nichts wissen wollten vom neuen Glauben. Eine gute alte Zeit, in der die Menschen leicht zum Glauben an Gott gekommen sind, die hat es eben nie gegeben; auch nicht damals in der ersten Zeit der Christen.

Wie sollen wir aber umgehen mit dem Misserfolg? Wie sollen wir umgehen mit Menschen, denen wir vom Glauben an Gott erzählen wollen, die aber nicht darauf hören, die sich nicht überzeugen lassen. Andere Evangelientexte drohen für solche Fälle sogar mit zukünftiger Strafe und Rache, drohen mit der Warnung von der Hölle. Sodom und Gomorrha sind vernichtet worden – das soll auch sonst den Ungläubigen drohen.

Aber hier heute im Evangelium ist einfach vom Staubabschütteln die Rede, sozusagen ein abfälliges Achselzucken: Dann eben nicht. Aber kann das schon genügen? Können wir nicht noch etwas mehr tun, um Gottes Auftrag zu erfüllen? Den Auftrag, den Glauben zu den anderen Menschen zu bringen? Vielleicht liefern die Worte von Strafe und Rache als Reaktion ja auch einen guten Hinweis. Ich denke da an ein spanisches Sprichwort. Das heißt: „Die beste Rache ist ein gutes Leben.“ Die Antwort auf das Böse, die Ablehnung, ist nicht wiederum das Böse und die Ablehnung durch mich selbst, sondern ich biete dem Bösen die Stirn, indem ich meine Unabhängigkeit zeige. Wer mich verletzt hat, dem zeige ich: Ich kann auch ohne dich und mit der Verletzung durch dich glücklich sein. Ein gutes Leben gelingt mir auch ohne dich und trotz deiner bösen Tat. Die beste Rache ist ein gutes Leben. Übertragen auf uns und die Ungläubigen heißt das: Wenn ich Euch auch nicht direkt von Gott überzeugen kann, dann kann ich Euch aber vielleicht durch mein Leben zeigen, wie gut und glücklich ich bin durch meinen Glauben an Gott. Vielleicht wird ja das Euch mit der Zeit überzeugen.

Liebe Schwestern und Brüder, wenn wir andere Menschen vom Glauben an Gott berichten wollen, dann lassen sie uns weniger von Strafe und Hölle sprechen, beschränken wir uns auch nicht nur auf ´s Achselzucken und Weitergehen – dann sieh halt zu, wie Du ohne Gott klarkommst im Leben – sondern versuchen wir anderen zu zeigen, wie gut uns der Glaube tut. Wieviel Vertrauen und Hoffnung und Geborgenheit Gott uns im Glauben gibt. Wie sehr es uns hilft, nicht allein im Leben zu stehen, sondern mit Gott. Und mit Gott die Schwierigkeiten des Lebens zu meistern. Auch in Krankheit und Not und Tod. Wie gut es tut, für die Verstorbenen hoffen zu dürfen. Wie gut es tut, sich auf ein Wiedersehen mit ihnen freuen zu dürfen. Wie gut es tut, für sich selbst zu hoffen. Denken wir mal wieder darüber nach, was der Glaube an Gott Gutes in unserem Leben eigentlich Gutes bewirkt. Und lassen wir andere etwas davon spüren.

Die beste Rache ist ein gutes Leben. Zeigen wir, wie gut wir leben als gläubige Christen. Das ist wohl ein Weg, Jesus auf seinem Weg zu jedem Menschen zu unterstützen, ein Weg, auch heute zu den ausgesendeten Jüngern zu gehören. Schnelle Erfolge sind dabei auch heute nicht zu erwarten, aber mit der Zeit kommt damit vielleicht doch etwas bei den anderen Menschen an. Wie gut das tut, mit Gott zu leben. Nicht in der Hölle der Angst vor Krankheit, Not und Tod, dem Leben überhaupt, sondern schon jetzt im Himmel des Vertrauens und der Hoffnung.

Denken wir darüber nach, was Gott uns Gutes tut. Und zeigen wir es anderen. Vielleicht lässt es sie wach werden für Gott.

Amen.

 

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