Neues Jahr – neue Chancen?

Geht es Ihnen auch so? Haben Sie das Gefühl, ein neues Jahr ist wie ein unbeschriebenes Blatt, wie eine saubere Leinwand und alles ist möglich? Dann scheinen wir die Gelegenheit zu haben, zu einem besseren Menschen werden zu können, wollen ungeliebte Gewohnheiten abwerfen, neue gute Gewohnheiten etablieren… Vielleicht wollen wir auch eine Neuausrichtung für unser geistliches Leben erreichen, Gott näher kommen, mehr beten, anderen helfen? … Doch schwupps sind wir im Februar wieder im alten Trott, die Vorsätze haben sich in Luft aufgelöst und scheinbar nichts hat sich verändert.

In unserem Hauskreis haben wir am Anfang des Jahres 2020 auch über gute Vorsätze für unser geistliches Leben nachgedacht und dazu das Buch von Pastor Mike Ashcraft aus den USA gelesen „Ein Wort – und Gott verändert dein Leben“. Angesichts der vielen Möglichkeiten, unser Leben zu gestalten, haben wir uns gefragt: was wollen wir für uns erreichen – und was will vor allem Gott für unser Leben? Fokussieren wir uns wirklich ausreichend darauf?

Die Idee: wir lassen alles sein, was auf unserer Wunsch- oder Vorsatzliste persönlicher Veränderung und Glaubensziele steht. Stattdessen lassen wir uns nur auf eine Sache ein, indem wir Gott um ein Wort bitten und es als Motto über unser Jahr stellen. – Dieser klare Fokus soll uns helfen, langfristig und tiefgreifend unseren Glauben und Charakter zu prägen.

In Worten liegt große Kraft. Große Schönheit. Gnade. – Worte verursachen Bewegung. Sie besiegeln eine Ehe. Sie vermitteln eine Vision. Sie bringen uns zum Lachen. Sie wecken unsere Aufmerksamkeit, regen unsere Kreativität an. Und sie können das Drehbuch unserer Möglichkeiten sein.

Mein Wort für 2020, das ich nach einigem Suchen für mich gefunden habe, war „Langmut“. Wie im ersten Korintherbrief (13,4) steht: „Die Liebe ist langmütig, die Liebe ist gütig. Sie ereifert sich nicht, sie prahlt nicht, sie bläht sich nicht auf.“ Ich hatte Ende letzten Jahres meine Arbeit verloren und war zornig, ungeduldig und ungerecht zu mir und meiner Umwelt. Mithilfe meines Wortes habe ich nach und nach geschafft, die positiven Aspekte dieser Situation zu sehen: ich hatte endlich einmal Zeit für mich und für meine Familie und auch für Gott! Ich konnte mich um das Homeschooling kümmern ohne schlechtes Gewissen und auch meinen außerberuflichen Interessen sehr viel mehr nachgehen. Und das Wort begegnete mir immer wieder in Situationen, wo ich vielleicht gerade die Lust oder Geduld verlieren wollte. Es hat mir den Fokus gegeben. Und zugleich musste ich kein schlechtes Gewissen haben und verspürte keinen Druck, den manche unrealistische Vorsätze mit sich bringen.

Andere Worte unseres Hauskreises, die uns in diesem Jahr begleiteten, waren „Anfangen“, „Ja!“, „Liebe“, „Kraft“.

„Ein Wort und Gott verändert dein Leben“ – ist das wirklich so einfach? Lassen Sie es uns gemeinsam ausprobieren: Wir möchten von Januar bis März an 4 Abenden jeweils 1.5 Stunden darüber sprechen und darum beten. Es soll eine Gelegenheit sein, mit anderen Gemeindemitgliedern in Kontakt zu kommen und uns gegenseitig im geistlichen Wachstum zu unterstützen.

  • 17.01.2021 Wir suchen unser Wort für 2021
  • 31.01.2021 Leben mit unserem Wort
  • 14.02.2021 Wachstum in unserem Wort
  • 14.03.2021 In Gemeinschaft unser Wort teilen

Jeweils 19:30 Uhr in der Pfarrkirche.

Wenn Sie unser Projekt interessiert, sprechen Sie uns gerne an oder melden Sie sich bitte bis zum 10.01.2021 an unter ein-wort@heilige-engel.de oder telefonisch bei Pia Windoffer (0176/ 856 40 962 – auch als WhatsApp oder Telegram)

Pia Windoffer,
auch im Namen von Stephanie Kamphues und Sabine Brückner