Nachbarschaftshilfe für Risikogruppen Einkaufshilfe in Hannover aufgrund der COVID-19-Situation

Die Einkaufshilfe in Hannover möchte schon vor einer angespannten Lage aufgrund der COVID-19 Situation in Hannover insofern vorsorgen, als dass eine Infrastruktur mit möglichen Helfer*innen und Hilfesuchenden etabliert wird, um Besorgungen des täglichen Lebens sicherstellen zu können

Ausgangslage:

In der Region Hannover gibt es nach offiziellen Angaben (13.03. um 23:40 Uhr) 60 bestätigte Corona-Infektionen, davon 31 in der Stadt selbst. Man kann davon ausgehen, dass sich in den nächsten Wochen viele weitere Menschen infizieren werden. Das neue Coronavirus SARS-CoV-2 ist von Mensch zu Mensch übertragbar. Der Hauptübertragungsweg ist über Tröpfchen. Die Übertragung kann direkt von Mensch zu Mensch über die Schleimhäute oder auch indirekt über Hände geschehen, die dann mit Mund- oder Nasenschleimhaut oder der Augenbindehaut in Kontakt kommen. Es wurden auch Fälle bekannt, in denen sich Personen bei Infizierten angesteckt haben, die nur leichte oder unspezifische Krankheitszeichen gezeigt hatten. (Quelle: Bundesgesundheitsministerium).

Anstehende Probleme:

Vulnerable Personen, insbesondere Ältere, Immunsupprimierte, aber auch unter Quarantäne stehende Personen stehen vor besonderen Probleme des täglichen Lebens. Besorgungen von Nahrungsmitteln oder Apothekengänge können daher zum Problem werden, wenn nicht auf vorhandene soziale Strukturen zurückgegriffen werden kann. Insbesondere bei vulnerablen Gruppen zeigt sich die Erkrankung häufig mit schweren Verläufen, sodass die Ansteckungsgefahr so gering wie möglich gehalten werden muss. 

Konzept der Einkaufshilfe in Hannover:

Die Einkaufshilfe in Hannover möchte schon vor einer angespannten Lage aufgrund der COVID-19 Situation in Hannover insofern vorsorgen, als dass eine Infrastruktur mit möglichen Helfer*innen und Hilfesuchenden etabliert wird, um Besorgungen des täglichen Lebens sicherstellen zu können. Eine ?zentrale Anlaufstelle ? sorgt für die Koordination der ehrenamtlichen Helfer*innen. Diese können sich über ein Google-Formular anmelden und werden über die zentrale Anlaufstelle mit den Hilfesuchenden “gematched”. Dies erfolgt ohne finanzielle Entschädigung oder sonstige Anreize. Nachdem Hilfegesuche eingegangen sind, wird in der Helferliste angefragt, wer diese annehmen möchte. Bei Nichtannahme entsteht wiederum kein Nachteil, dennoch muss bei einer Annahme eine Verlässlichkeit gegeben sein. Da das Projekt abhängig von der dynamischen Entwicklung der COVID-19-Situation ist, lässt sich noch keine Aussage über die Dauer des Projekt treffen. Grundsätzlich ist es jedoch als zeitlich begrenzt ausgelegt. 

Angebote der Einkaufshilfe:

Einkäufe von Nahrungsmitteln und Dinge des alltäglichen Lebens, Rezepte, Überweisungen und in Rücksprache auch andere individuelle Botengänge.

 

Limitationen der Einkaufshilfe:

Dieses Angebot richtet sich primär an vulnerable Gruppen (Alter, Vorerkrankung, Immunsuppression) ohne soziales Netzwerk und steht nicht gesunden Leuten, die aus übertriebener Sorge nicht mehr vor die Tür gehen wollen, zur Verfügung.

Bei weiteren Fragen bitte an einkaufshilfe.hannover@gmx.de oder an +49 178 8314475 wenden.