Bischof Heiner zu Besuch in unserer Gemeinde

Am Donnerstag, den 03.03.2022 war Bischof Dr. Heiner Wilmer im Rahmen der Visitation zu Besuch in unserer Pfarrgemeinde.

Drei grundlegende Fragen hatte uns der Bischof im Vorfeld des Besuchs an die Hand gegeben:

  • 1. Wie leben und bezeugen wir heute glaubwürdig und mit Freude das Evangelium?
  • 2. Wie können wir als Kirche attraktiv sein?
  • 3. Wie leben wir die Nähe zu den Menschen, insbesondere zu den Bedrängten?

Antworten dazu finden sich im Visitationsbericht, den Pfarrgemeinderat (PGR) und Kirchenvorstand (KV) im Vorfeld gemeinsam geschrieben haben. (Siehe Ende dieses Textes)

Am Tag selbst warf der Bischof einen Blick in die Kirchenbücher und nach einem Rundgang über unser Pfarrgelände standen drei Gesprächsrunden an. Zu Beginn waren zwei Vertreter:innen der Pfadfinder da, um von ihrem fast 25-jährigen Wirken als einer der größten Stämme des Bistums zu berichten. Ebenso sprachen sie von ihrem ausdrücklichen Wunsch, einen geistlichen Kurator zu finden, der sich als schwierig erweist. Der Bischof versprach, diesen Wunsch aktiv zu unterstützen.

Anschließend kamen Pastoren und Pfarrer der Gemeinden der Charta Oecumenica sowie Vertreterinnen unserer Gemeinde zum Gespräch zusammen. Sie berichteten dem Bischof von ihrer langjährigen Zusammenarbeit seit der Gründung bis Heute und bekundeten ausdrücklich den Wunsch, einen weiteren und möglichst intensiveren Austausch miteinander zu pflegen. „Nur wen man kenne, dem könne man sich geschwisterlich verbunden fühlen.“, formulierte es Pastor Benjamin Nutzinger von der ev.-freikirchlichen Gemeinde am Kronsberg. Der Bischof erachtete dieses Miteinander als Zukunftsweisend. Als letzten Punkt für den Vormittag stand bei strahlendem Sonnenschein ein Abstecher zur Baustelle Kronsrode an. Der Bischof bekam einen Eindruck von der Größe des Neubaugebiets und bittet darum, mit den Nachbarpfarreien zu überlegen, wie die kath. Kirche von Anfang an präsent sein kann und sich für die zuziehenden Menschen offen zu zeigen.

Nach einem warmen Mittagessen im Pfarrhaus und einer ausgiebigen Mittagspause kamen am Nachmittag Vertreter:innen der Kinderkirche zum Gespräch mit dem Bischof, um von ihrem Engagement zu berichteten. Des Weiteren wurde die Frage an den Bischof gerichtet, wie Jugendarbeit attraktiver gestaltet und weiterentwickelt werden könne. Der Bischof berichtete von ihm bekannten Projekten anderer Gemeinden und schlug eine Kontaktaufnahme mit dem sog. „Jugendflur“ des Bistums vor.

Im anschließenden Gespräch mit Vertreter:innen der Glaubenskurse, ließ der Bischof seinen Respekt gegenüber den Ehrenamtlichen erkennen, Glaubenskurse so in der Gemeinde anzubieten, dass daraus anschließend Hauskreise entstehen. Er brachte ebenfalls zum Ausdruck, dass Glaubensgemeinschaft vom gemeinsamen-Leben-teilen lebt, insbesondere dem Gespräch beim gemeinschaftlichen Essen.

Die letzte Gesprächsrunde dieses Tages bestand aus den Mitgliedern des Pfarrgemeinderats und des Kirchenvorstands, ergänzt durch Probst Wirz, der Pastoralreferentin Frau Burchardt und Frau Weinhold-Klotzbach vom Vorstand des Dekanatspastoralrats. Dort interessierte die Gremien vor allem die Fragen zur Personalzukunft der Gemeinde, die Aufarbeitung und Konsequenzen des „Münchner Gutachtens“ im Bistum Hildesheim, das Thema Kronsrode und die Stärkung von Bedrängten (z.B. Einsamen) in unserer Gemeinde.

Sabine Brückner, Vorsitzende des Pfarrgemeinderats

Visitationsbericht