Bischof Heiner spendet unseren Jugendlichen das Sakrament der Firmung

„My Lighthouse! My Lighthouse!“ so klang es immer wieder durch das Bernwardshaus, in der Bernwardskirche, in Marienrode, beim Einschreibegottesdienst und der Firmung in Heilige Engel aus dem Mund von 66 Jugendlichen.

Ja, Sie haben richtig gelesen! In diesem Jahr haben sich 66 Jugendliche aus Heilige Engel und St. Bernward firmen lassen. Unter Corona-Bedingungen führte das dazu, dass die Kirche St. Bernward und später auch Heilige Engel und sogar der Dom in Hildesheim bis auf den letzten Platz nur mit Jugendlichen gefüllt war. Es war eine tolle Stimmung, geprägt durch viele Lobpreislieder und macht Mut für die Zukunft der Kirche.

Die Vorbereitung auf das Sakrament der Firmung fand als Lebenswoche in den Herbstferien im Bernwardshaus und im Pfarrheim von St. Michael statt. Doch jeder Tag endete mit einer gemeinsamen Zeit in der Kirche St. Bernward.

Zeitgleich beschäftigten sich die Jugendlichen in vier Gruppen mit sich selbst, mit dem persönlichen Gottesbild und der Beziehung zu Gott, mit Jesus und mit dem Heiligen Geist. Anhand von Alpha-Videos, Spielen, Austausch in Kleingruppen, kreativen Angeboten und auch immer wieder in der Stillen Zeit in der Kirche fand eine Auseinandersetzung mit dem Glauben und der persönlichen Beziehung zu Gott statt. Dazwischen gab es für alle Essen, Kuchen, Unterhaltungen und immer wieder Zeiten zum gemeinsamen Singen.

Fragt man die Jugendlichen, was sie in der Woche besonders beeindruckt hat, so wird als ein Highlight immer wieder der Tag im Kloster Marienrode – trotz der Kälte – mit Abschluss im Dom genannt. Die Vermittlung der Inhalte anhand von Alpha-Filmen sowie der Mix aus deutschen und englischen Lobpreisliedern ließ sie den Glauben als modern und attraktiv auch in der heutigen Zeit erleben. Wichtig war ihnen auch ihre tägliche Zeit zum „Chillen“ mit Gott in der Kirche. Aber auch die Gemeinschaft untereinander und die gute Stimmung insgesamt wurden immer wieder hervorgehoben.

Die größte Herausforderung für uns bei der Planung war jedoch die Feier der Firmung an sich. Mit den Corona-Auflagen waren nämlich alle Kirchen zu klein, um die Firmlinge mit ihren Eltern, Paten und Gästen aufzunehmen. Deshalb haben wir vor der Firmfeier vier Segensfeiern mit den Eltern und Paten gefeiert, in denen sie ihrem Kind den elterlichen Segen für die Firmung und das weitere Leben zusagten. Am Abend haben dann die Jugendlichen allein mit dem Bischof die Messe mit der Spendung der Firmung gefeiert, die im Livestream übertragen wurde. Nicht nur die Jugendlichen und wir Katechten waren aufgeregt, sondern auch Bischof Heiner. Es war das erste Mal, dass er eine Firmung mit so vielen Jugendlichen erlebte, denen er dann auch jeweils das Sakrament der Firmung spenden durfte.

Den Jugendlichen, uns 11 Katecheten, Pastor Harmening und Kaplan Buslov hat die Lebenswoche viel Spaß gemacht. Unser Anliegen war es, die Jugendlichen in der Festigung ihrer Beziehung zu Gott zu unterstützen. Eine Firmbewerberin fasste ihre Eindrücke von der Lebenswoche dem Bischof gegenüber so zusammen: „Wir haben in der Woche unsere Freundschaft mit Gott gefestigt.“

In diesem Sinne: Liebe Gefirmte, wir wünschen euch, dass Gott immer euer Leuchtturm in eurem Leben sei, gerade auch in stürmischeren Zeiten.

Daniela Lintker